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Kolping „Gesellenverein“ Bergheim – Historischer Werdegang

„Religion und Tugend, Arbeitsamkeit und Fleiß, Eintracht und Liebe, Frohsinn und Scherz“ – das waren die Leitsätze, unter denen Adolf Kolping am 6. Mai 1849 in Köln den „Katholischen Gesellenverein’ gründete.

Diese Leitsätze veranlassten 79 Jahre später in Bergheim einige Männer, einen „Gesellenverein“ zu gründen.

Am 14. Januar 1928 fand im Gasthaus Potthast die Gründungsversammlung statt. Josef Goeken, der als Geselle in Bochum tätig war und dem dortigen Gesellenverein angehörte, brachte den Kolpinggedanken nach Bergheim. Männer der ersten Stunde waren außerdem Johannes Breker, Hyronimus Kleine, Johannes Meyer und Johannes Böwingloh.

Als Vereinsraum wurde anfangs der Klassenraum der alten Schule (heute das Haus von Werner Ölmann) genutzt. In einem kleinen Seitenraum stand auch ein Bett für wandernde Gesellen zur Verfügung. Der Klassenraum musste aber aufgegeben werden; es zog die Familie Johannes Müller (Kohlenmüller) ein.

Das Vereinsleben erlebte nun einen großen Aufschwung. Bereits ein Jahr nach der Gründung gehörten dem Verein 13 Mitglieder an. Gemeinsam wurden Fahrten unternommen. Ein Schachspiel und eine Kolpingbüste wurden angeschafft. Man bildete weiterhin eine Theatergruppe und gab jedes Jahr zu Weihnachten und Neujahr eine Aufführung zum Besten. 1930 fand auf dem Saal Potthast das Theaterstück “Der Förster vom Silberwald” statt. In den folgenden Jahren traten die Laienschauspieler noch öfters auf.

Im November 1937 übernahm Pfarrer Martin Jansen, der im Jahr 1924 als Seelsorger in die katholische Pfarrgemeinde St. Liborius kam, das Amt des Präses. Über 33 Jahre war er in Bergheim tätig, bis er im Jahr 1970 in den wohlverdienten Ruhestand trat.

Im Laufe der 1930er Jahre wurde das Vereinsleben von oben herab eingeengt bis verboten. Nach dem zweiten Weltkrieg sollte es wieder aufleben.

Viele Jahre lang fanden im Bergheimer Pfarr- und Jugendheim Vortragsabende, Filmvorführungen, Karnevalsveranstaltungen und auch Aufführungen von Theaterstücken statt, große Studienfahrten wurden durchgeführt

Familienausflüge, Fahrradtouren und Aktionen wie das jährliche Papier- und Altkleidersammeln standen auf dem Programm.

Unter der Überschrift “Hilfe für Kroatien” organisierte die Bergheimer Kolpingfamilie Ende der 1970er Jahre eine große Sammelaktion.

Durch eine starke Bindung an das Dorf, die Kirche und die Gemeinschaft übernahmen die Mitglieder vielfältige Aufgaben. So wird zu jeder Prozession die Kolpingfahne mitgeführt. Seit Jahren werden einige Altäre aufgebaut und betreut.

Der Gedanke Adolf Kolpings hat sich somit als tragfähig erwiesen.

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